stanleycubrik

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Das Wesen des Glücks

Ich gehe auf die Detailansicht:
Verschlungene, kabelartige Gebilde.
Blitzend und krachend huschen kleine, gelbe Lichter darüber hinweg.
Ausgelöst von so seltsamen Dingen wie Hormonen oder so.
Dinge, von denen ich nichts verstehe.
Dinge, von denen ich garnichts verstehen möchte.
-Letzten Endes sind wir ja doch nur chemisches Gedöhns, Handelnsbestimmt von Elektromagnetischen Reizen.
Ursache - Wirkung
Seele? Man weiß es nicht...

Die Kamera fährt ein Stück hinaus:
Rötliche, faltenartige Hautlappen. Eine Lippe, nein zwei. Ein Mund. Ein Lächeln.
Immer, wenn ich einen Menschen lächeln sehe, fälle ich meine Entscheidung. Hierbei gibt es 4 Möglichkeiten:

[Da Grundsätzlich alle Menschen über die ich je wirklich nachgedacht habe weiblich waren, schreibe ich in der "sie" Form, praktisch "die Person". Beziehe mich dabei aber trotzdem auf beide Geschlechter.]
Sie lächelt jemand anderen an. Das Lächeln ist aufrichtig und kommt aus dem Inneren.
- Ich halte mich der Person gegenüber neutral, leichte Sypathie.
Sie lächelt jemand anderen an. Das Lächeln ist halbherzig, beiläufig, ja fast schon "höflich".
- Ich werde die Person nicht mögen. Es ist kaum abzuwenden und wird wahrscheinlich ohne gravierende Ereignisse bis ans Ende aller Tage so bleiben.

Sie lächelt mich an. Das Lächeln ist aufrichtig und kommt aus dem Inneren.
- Ich werde die Person sofort mögen. Ich werde sie lange mögen, auch wenn ich sie eigentlich garnicht mögen würde. Allein die mir entgegengebrachte Sypathie macht mich da schwach.
Sie lächelt mich an. Das Lächeln ist halbherzig, beiläufig, ja fast schon "höflich".
-Ich werde mit der Person klarkommen. Ich werde sie nicht mögen, nein. Aber ich werde mich auch nicht abwenden können. Ich werde wahrscheinlich die gleiche, wiederlich falsche Art aufsetzen, mit der sie mir begegnet ist.


Lächeln - komisch, wie schnell ich jemanden mehr oder weniger Bewusst in eine Ecke stecke, aufgrund von Gesichtsmuskeln, die eine Körperöffnung zu einer abstrakten Grimasse gen Himmel ziehen.
-Lassen wir das "Maschine:Mensch" Thema aber mal.

In meinem naiven, hoffenden Kopf ist ein Lächeln viel mehr als das. Es zeigt Freude. Und siehe da, sehe ich diese Freude, ist diese Freude vielleicht sogar mit mir verbunden, greift sie auf mich über. In Form von Zuneigung.
Allerdings, ist die Freude unecht, ja....was ist das überhaupt? Unechte Freude. Nein, nein, nein. Gibt es nicht. Da muss ein anderer Punkt hinterstecken.
Ich zeige jemandem meine Freude. Er erhält dadurch ein Stück davon, weil er auch an dieser Freude beteiligt ist, oder war.
Ich zeige jemandem meine Freude, aber nur damit er nicht denkt ich will ihm nichts davon geben. Im Hinterkopf hat dieser jemand mir aber keine Freude gegeben. Wenn doch, würde ich ihm ja gern ein Stück von meiner geben.
Egoismus...komtrolliert von einem bisschen unbewusster "wie du mir, so ich dir" Routine, die den anderen ja nicht leer ausgehen lassen will.

Der Wille, diese Freude zu zeigen, sie weiterzugeben. Das ist es, wodrauf es ankommt. Was man mit der Freude macht. Und woher sie kommt.

Schwieriges Thema. Alles läuft hinaus auf sowas depressives, sowas hoffnungsloses.
Gönne ich vielleicht niemandem Freude? Gönne ich niemandem Glück? - Es ist der NEID
Neid, ja das wirds wohl sein was mich so überheblich auf die anderen herabblicken lässt. Nunja, was will man machen.
Ich sollte das hier beenden.
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Aber stop, ist da nicht was in mir was das ganze doch ganz anders sieht?
Ja ist es. Im moment lebt es bloß weit weg, in anderen.
Ich muss es mir mal borgen, nur für einen kurzen Rausch von Gefühlen - Glücksgefühlen.
Dann wird das hier fortgesetzt. Vielleicht.
6.3.07 18:31
 


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